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Berlin, ick liebe dir

Berlin-Tour von MBA Alumni Mainz

Als Absolvent des Mainzer MBA-Programms berichtet mancher stolz von den interessanten Studienaufenthalten in Austin/Texas, Dalian/China oder Adelaide/Australien. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah liegt, haben wir uns vom Alumni-Verein gedacht und vom 21. - 24. Mai 2009 alle Vereinsmitglieder zu einer Fahrt nach Berlin eingeladen.

Berlin, jahrelang Symbol der deutschen Teilung, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Seit der Vereinigung im Jahre 1990 ist die ehemalige Reichshauptstadt wieder in das Zentrum Europas gerückt. Drehscheibe zwischen Ost und West, internationale Kulturmetropole, Regierungssitz, eine der meist besuchten europäischen Kongreßstädte und beliebtestes deutsches Reiseziel. All das und noch viel mehr ist Berlin.

Bilder von der Fahrt:
http://www.mba-alumni-mainz.de/?q=de/image/tid/60

Grund genug für acht MBA-Absolventen, teilweise mit Anhang an dieser Fahrt teilzunehmen. Dabei kümmerte sich jeder einzelne individuell um Anreise und Übernachtung.
Wir trafen uns am späten Donnerstagnachmittag bei starken Regengüssen in einem Café am Checkpoint Charly.
Nach Ende des Regens unternahmen wir wie geplant unseren Spaziergang vorbei an den Sehenswürdigkeiten in Mitte: Checkpoint Charly, Friedrichstraße, Gendarmenmarkt, Bebelplatz. In der Mitte des Platzes ist - zum Gedenken an die Bücherverbrennung - ein Glasfenster in den Boden eingelassen. Unten kann man einen weißen Raum mit leeren Bücherregalen als Mahnmal sehen. Weiter ging es „unter den Linden“ zum Berliner Dom und am ehemaligen Palast der Republik vorbei. Den Tag beschlossen wir bei einem gemeinsamen Abendessen am Hackeschen Markt.

Am Freitagmorgen stand eine Unternehmensbesichtigung auf dem Programm. MBA-Absolvent und Bahn-Mitarbeiter Michael Müller (5. Jahrgang) hatte uns einen Besuch des Bahn-Towers am Potsdamer Platz vermittelt. Im Besprechungsraum des 28. Stockwerks hatten wir einen atemberaubenden Ausblick auf Berlin, insbesondere auf das Kanzleramt, dem Hauptbahnhof und dem Reichstag. Durch den anschießenden Vortrag erhielten wir einen tiefen Einblick von der Struktur der Deutschen Bahn und vor allem von den Schwierigkeiten beim Bau des Hauptbahnhofs.

Am Nachmittag folgte eine Führung durch den Hauptbahnhof, der passend zur Fußballweltmeisterschaft 2006 eröffnet wurde und zu den modernsten Europas gehört.
MBA-Absolvent Martin Sinell (2. Jahrgang) nahm uns anschließend an die Hand und unternahm mit uns einen Spaziergang durch die Grunewalder Villenkolonie. Seit 1889 entstand um die Königsstraße ein nobles Wohnviertel, die spätere „Millionärskolonie Grunewald“. Wir sahen die Privatvilla von Bundespräsident Horst Köhler sowie das Nobelhotel, indem die deutsche Nationalmannschaft zur WM 2006 ihr Quartier bezogen hatte. Abgeschlossen wurde der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen in der „Fischerhütte“ am Schlachtensee. Familie Phillipi (1. Jahrgang) vergnügte sich derweil im Musical „Dirty Dancing“ am Potsdamer Platz.

Am Samstag stand die Neuwahl des Bundespräsidenten an. Gleichzeitig wurde 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland gefeiert. Aus diesem Grund war an dem Samstag einiges los beim Bürgerfest auf der „Straße des 17. Juni". Bei schönem Wetter gab es ein abwechslungsreiches Programm mit Künstlern, Verfassungsorganen, Ministerien, Ländern, sozialen und gesellschaftlichen Organisationen. Beim Stand des Auswärtigen Amtes trafen wir auf Dr. Andrea Schultze, MBA-Absolventin 2. Jahrgang, die an diesem Tage Präsenzdienst hatte.

Am Samstagabend empfingen uns die Original-Berliner Martin und Daisy im Garten ihres Hauses im Kreise der Familie. Die Grillauswahl ließ keine Wünsche offen. Grillmeister Martin und Daisy erwiesen sich als ausgezeichnete Gastgeber. Der Garten des Hauses am Schlachtensee bot dafür einen idealen Rahmen. Am Lagerfeuer klang der Abend dann bei intensiven Gesprächen aus. Vielen Dank auf diesem Wege noch einmal für das freundliche Hosting.

Für den Sonntag war ein Potsdam-Besuch vorgesehen. Beginnend an der Glienicker Brücke, die im kalten Krieg für den Agentenaustausch genutzt wurde, führte uns der Spazierweg weiter zum heiligen See und dem Neuen Garten, der Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist.
Bei hohen Temperaturen besichtigten wir dann den Cecilienhof. Der Cecilienhof erlangte Berühmtheit durch die Potsdamer Konferenz im Jahr 1945. Es folgte der Gang auf den Pfingstberg, auf dem eine prächtige Anlage mit Kolonnaden und Türmen im Stil der italienischen Renaissance zu sehen ist. Auch die Kolonie Alexandrowka, 13 kleine Blockhäuser, die reich mit Holzschnitzereien im russischen Stil verziert sind, sorgte für Aufmerksamkeit. Leider ließ es die Zeit nicht mehr zu, Schloss Sanssouci zu besichtigen, denn spätestens am Abend begann die Abreise der Teilnehmer.

Alles in allem eine gelungene ungezwungene Tour, die allen Teilnehmern viel Spaß gemacht hat und neue Zugänge und Einblicke möglich machte. Schade für diejenigen, die diese Gelegenheit verpasst haben oder keine Zeit fanden. Kosten entstanden den Teilnehmern nur für die eigene Anreise und die Übernachtung. Die Organisation der Programmpunkte hatten wir ja in Eigenregie durchgeführt. Es gab genügend Freiräume für eigene Interessen. Ermutigt durch die positive Resonanz der Teilnehmer, können wir uns vorstellen im kommenden Jahr etwas Ähnliches anzubieten, das Interesse der Vereinsmitglieder vorausgesetzt.

Kommentare

Gibt es da auch Bilder von????????